Wissenswertes
Gefunden auf www.ostbulgarien.org
Ostbulgarien, Varna und die Schwarzmeerkueste:
Geschichte
Durch Jahrtausende haben sich in dieser Region zwischen Europa und Asien viele Völker und Staemme niedergelassen. Um 800 vor Christus kamen die Thraker - ein indogermanischer Stamm. Im 5. und 6. Jahrhundert brachte die Völkerwanderung Goten, Hunnen, Magyaren und slawische Bauern in die Region. Um 670 gründeten Ur-Bulgaren aus der Wolga-Gegend das erste bulgarische Zarenreich, das ueber 300 Jahre bestand. Dann begann eine schwierige Zeit:
Byzantiner, Kreuzzügler, Tataren, Magyaren, Bojaren drangen ein und lieferten sich gegenseitig Kaempfe. Am Ende des vierzehnten Jahrhunderts kamen die Türken und setzten sich für ein halbes Jahrtausend fest. Die Zeit der türkischen Fremdherrschaft wird von den Bulgaren auch heute noch als die schlimmste Zeit in ihrer Geschichte bezeichnet, denn es war eine Zeit rücksichtsloser feudaler Ausbeutung, politischer Rechtlosigkeit und grausamer Unterdrückung.
Nach vielen Aufstaenden und Freiheitskaempfen, 1878 endlich mit russischer Hilfe die Befreiung Bulgariens von den Türken! Der Islam war besiegt, das bulgarische Volk konnte beginnen, sich selbst zu verwalten. Die eigene Kultur hatte die Jahrhunderte ueberdauert und es begann eine neue Aera.
Durch den Friedensvertrag von San Stefano wurde Bulgarien geteilt, der Norden des Landes wurde das Fürstentum Bulgarien, Südbulgarien blieb als Ostrumelien türkische Provinz, was mit einem weinendem Auge zunaechst akzeptiert wurde.
1885 erfolgte der Anschluss Ostrumeliens an das Fürstentum Bulgarien. 1887 wurde Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha zum neuen Fürsten Bulgariens gewählt, 1908 nahm Ferdinand den Titel Zar von Bulgarien an. Zwei Balkankriege in den Jahren 1912 und 1913 führten zu größeren Gebietsverlusten Bulgariens. 1915 trat Bulgarien an der Seite Deutschlands und Österreichs in den ersten Weltkrieg ein, musste 1918 aber bedingungslos kapitulieren und wieder, noch größere territoriale Verluste hinnehmen.
Die folgende monarcho-faschistische Diktatur hielt sich bis 1943. Kurz vor Kriegsende trat Bulgarien noch an der Seite der Alliierten in den Krieg gegen Deutschland ein, was aber nicht mehr den erhofften diplomatischen Erfolg bei den Siegermaechten erbrachte. 1946 wurde die neue Volksrepublik Bulgarien gegruendet. Es begannen 45 J. kommunistischer Herrschaft, die erst mit dem Fall der Berliner Mauer zu Ende war. Schon 1990 wurde aus der Volksrepublik Bulgarien die parlamentarische Republik Bulgarien. Seit 2001 ist Bulgarien um den Beitritt in die EU bemüht. Der Beitritt ist fuer 1.1.2007 bschlossen.
Wirtschaft
Die industrielle Produktion in Bulgarien tut sich noch etwas schwer ist aber im deutlichen Aufwaertstrend. Die traditionellen Märkte in Osteuropa haben eine stark verminderte Kaufkraft. Rund 15 % der Erwerbstätigen sind arbeitslos, die Löhne sind teilweise noch sehr niedrig. Die landwirtschaftliche Produktion erlebt inzwischen durch private Investitionen und Modernisierung einen starken Auftrieb. Auch der Tourismus entwicklet sich kraeftig. Schon Ende der 50er Jahre nahmen deutsche Reiseveranstalter Bulgarien in ihr Programm auf. Nach zögerlichem Beginn - Bulgarien war immerhin einer der ersten Ostblockstaaten, der westlichen Touristen die Grenzen öffnete - kamen viele Familien in ihrem Urlaub nach Bulgarien - vor allem an die Schwarzmeerküste mit ihren Badeorten. Nach 1989, als sich die Grenzen nach Westen wirklich öffneten, begannen die Probleme. Der komplizierte Übergang von der kommunistischen Planwirtschaft zur freien Marktwirtschaft, vor allem aber die jahrelangen Unruhen im benachbarten Serbien und Montenegro, ließen die Besucherzahlen zunaechst drastisch sinken.
Inzwischen ist wieder ein deutlicher Aufwaertstrend zu verspueren.
Neben dem Tourismus und dem Agrarsektor sind folgende Bereiche von grosser und wachsender Bedeutung: Immobilien, Bauwirtschaft und Bauindustrie inkl. der Baustoffproduktion, Schiffahrt und Werften, Energie, Schwerindustrie, Maschinenbau und Anlagenbau, zunehmend die Elektronik und die Software - Entwicklung, Textilindustrie mit wieder wachsender Bedeutung und weitere Branchen. Die Bedeutung der Funktion einer "verlaengerten Werkbank" fuer westeuropaeische und auch amerikanische Unternehmen waechst.
Religion
86 Prozent der Bevölkerung sind bulgarisch-orthodoxe Christen, 13 Prozent gehören dem Islam an.
Vegetation
Viele der rund 100 Naturschutzgebiete liegen - vor allem zum Schutz von Fauna und Flora - weit abseits der Touristenstraßen. Manche sind leichter zu erreichen, zum Beispiel der Nationalpark Pirin. Im Park wachsen viele geschützte Pflanzen, darunter einige uralte Exemplare der seltenen Schwarzen Panzerkiefer.
Tierwelt
In den Naturschutzparks bekommt man eine umfangreiche Fauna zu Gesicht: Gämsen, Wildkatzen, Füchse, Schmutzgeier sowie viele andere Tier- und Vogelarten. Im Rila-Gebirge mit seinen über 200 Seen und einer ganzen Reihe felsiger Gipfel lassen sich heute sehr selten gewordene Tiere, wie Steinadler, Falken und Bartgeier, beobachten. In abgelegenen Revieren hausen noch Wölfe und Bären. Am Srebana-See sieht man Sumpf- und Wasservögel. In der Donau gibt es Störe, Hausen und Sterletts, in Gebirgsflüssen und Stauseen Saiblinge, Forellen, Barben, Döbel, Zander, Hechte, Welse und Karpfen. Im Schwarzen Meer und seinen Lagunen leben Meeräschen, Makrelen, Stöcker, Blau- und Thunfische. Vielerorts braucht man keinen Angelschein. Auch die Jagd auf Rothirsche, Damhirsche, Rehe, Wildschweine, Gämsen und Mufflons ist in Bulgarien verbreitet.
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Bulgarien - Varna und die Schwarzmeerkueste: Flanieren Sie über historische Plätze, tauchen Sie ein in das Stadtleben, lernen Sie die Lebensart kennen. Weltberühmte Museen und vielfältige Kulturangebote gibt es zu entdecken, und Deutsche in Bulgarien hilft Ihnen dabei. Bulgarien - die Nordküste um Varna hält auch für Sie viel Faszinierendes bereit, das Ihre Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis machen wird. Lassen Sie sich darauf ein und genießen Sie Ihren Trip nach Bulgarien! Vielleicht bleiben Sie auch fuer immer hier ;-) .

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